Weitergeschriebene Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“

von Wolfgang Borchert Von Lubina Annouri, Klasse 9c (…) Als die Sonne unterging wartete Jürgen auf den Mann, der ihn nach Hause bringen sollte. Um seine Zeit zu vertreiben, rauchte er. Und als der Mann am anderen Ende der Straße zu sehen war, winkte Jürgen ihm zu. Der Mann kam immer näher mit einem Korb in der Hand. „Hallo Jürgen ", sagte der Mann. „Hallo ", flüsterte Jürgen. „Weißt du, ich habe den Hasen für dich ", sagte der Mann fröhlich. „Dankeschön ", antwortete Jürgen. Der Mann hatte einen fraglichen Blick. „Sag mal Jürgen, soll ich dich nach Hause bringen?" Nach dieser Frage, die der Mann gestellt hatte, warf Jürgen dem Mann einen sehr traurigen Blick zu. „Wieso schaust du so traurig? " fragte der Mann und nahm ihm die Zigarette aus der Hand. „Weißt du, ich weiß gar nicht so recht, wo mein Zuhause bzw. meine Eltern sind. Seit dem die Bombe bei uns eingeschlagen ist, sind meine Eltern verschollen und die einzige Lösung war, hier auf meinen kleinen Bruder aufzupassen, damit er auch nicht so allein ist und die Ratten ihn nicht fressen“, erklärte ihm Jürgen. „Der Mann wusste gar nicht so recht was er antworten sollte, denn ohne Eltern zu leben ist das Schlimmste was es nur geben kann und dazu kommt noch der kleine Bruder, der tot im Keller liegt. „Hast du denn keine Verwandtschaft?", fragte der Mann. „Nein, leider nicht, außerdem kenne ich keinen, weil wir neu eingezogen sind." Plötzlich hatte der Mann eine Idee. „Weißt du was, komm doch einfach zu mir, ich habe eine große Farm mit vielen Tieren und wenn du willst können wir ein Flugblatt in der ganzen Stadt verteilen auf dem steht, dass deine Eltern gesucht werden und dass sie sich dann bei mir melden sollen, was denkst du darüber?“ Jürgen fand die Idee ganz toll und ging sofort mit dem Mann nach Hause. Als sie ankamen, staunte Jürgen, denn die Farm war sehr schön und groß, wie sie ihm versprochen wurde. Um zu spielen, war es jetzt zu spät, weil Jürgen sich ausruhen musste. Am nächsten Morgen fing Jürgen mit dem Mann an das Flugblatt zu schreiben. Nachdem sie das erledigt hatten, verteilten sie es gleich in der Stadt. Jürgen fühlte sich sehr wohl bei dem Mann. Einige Stunden später stand ein Paar vor der Tür. „Hallo, wir sind Jürgens Eltern, dürfen wir rein kommen?" „Ja, klar ", antwortete der Mann. Jürgen erwartete nicht, dass seine Eltern vor ihm stehen würden. Als er, sie aber sah, realisierte er es und sprang zu ihnen und weinte vor Freude. „Wo wart ihr denn?“, seufzte er. „Das können wir dir später erklären, zuerst gehen wir nach Hause, wir haben ein sehr schönes, großes Haus, außerdem müssen wir uns noch bei dem Mann bedanken ", erklärten seine Eltern. „Ach das ist doch nicht der Rede wert." Die Eltern von Jürgen meinten, dass sie jetzt nach Hause gehen müssen, weil es dunkel wird. „ Verabschiedet euch, wir warten draußen." Jürgen und der Mann waren alleine im Zimmer. „Ich danke dir vom tiefsten Herzen, dass du mich aufgenommen hast, und dass du mir meine Eltern zurück gebracht hast, so nett wie du es bist war noch keiner. Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt. " Der Mann verabschiedete sich auch und brachte noch schnell einen Hasen und wünschte Jürgen Alles Gute. Jürgen stieg ins Auto und winkte dem Mann. Seit diesem Tage haben Sie sich aber beide nicht gemeldet. Einige Wochen vergingen und es herrschte trotzdem Funkstelle. ENDE Von Adela Kurtanovic, Klasse 9c (…) Als der geheimnisvolle Mann dann erschien, wunderte Jürgen sich erst, doch dann fingen die beiden an sich zu unterhalten, über Jürgens Bruder  und was passiert war. Der Mann hört ihm zu und fing an zu verstehen, warum Jürgen immer zu dem Haus geht und seinen Bruder beschützen will. Der Mann verstand schnell und überlegte, wie er ihn am besten von seinem Verlust des Bruders ablenken könnte. Er schlug vor, dass die beiden für die Kaninchen ein kleines Haus bauen können. Jürgen überlegte nicht lange und sagte sofort zu. So gingen die beiden zu dem Haus, um mit dem Bau anzufangen. Als sie ankamen, erzählte ihm Jürgen, dass sein Bruder hier in diesem Haus sei und er ihn beschütze und mit ihm spiele. Der Mann fragte ihn, wo genau sein Bruder sei, Jürgen antworte darauf, dass nur er ihn sehen könne. Der Mann verstand schnell, dass Jürgen nicht mit dem Tod des Bruders klar kam und sich sein Bruder zurückwünscht. So fingen die beiden an das Haus für die Kaninchen zu bauen. Jürgen hatte viel Spaß und vergaß für einen  Moment seinen Schmerz über den Verlust seines Bruders. Es wurde spät und der Mann vor, dass die beiden sich morgen wieder beim Haus treffen, um das Häuschen zu Ende zu bauen. Jürgen nahm die Kaninchen für einen  Abend  mit nach Hause. Als Jürgen nach Hause ging, fiel ihm ein, dass er vergessen hatte, seinem Bruder " Tschüss" zu sagen und so drehte er wieder um und bemerkte auf dem Weg, dass ein Kaninchen unbemerkt davon lief. Als er das Kaninchen fangen wollte, lief es ins Haus, wo der Bruder gestorben war. Jürgen suchte das Kaninchen und fand es einfach nicht. Er setzte sich auf dem Boden und fing an zu weinen. Jürgen sagte seinem Bruder: ,,Bitte suche mit mir das Kaninchen, finde es für mich!“ Am nächsten Morgen tauchte das Kaninchen plötzlich wieder auf. Glücklich nahm Jürgen das Kaninchen mit zu sich nach Hause und bedankte sich bei seinem Bruder. Am nächsten Tag wartete der Mann auf Jürgen. Jürgen sagte ihm, dass er und sein Bruder das Kaninchen wieder gefunden hatten und der Mann bedankte sich und so fingen die beiden an das Haus weiter zu bauen. Die beiden hatten nach einem harten Tag Arbeit endlich das Haus fertig gebaut. Als die beiden die Kaninchen ins Haus gelassen hatten, schlug Jürgen vor, die Kaninchen neben dem Haus zu lassen, wo auch sein Bruder lebte. Der Mann war damit einverstanden. Sie verabredeten sich so jeden Tag, um mit den Kaninchen zu spielen und sie zu füttern. Jürgen schien glücklicher als je zuvor, dass er einen neuen guten Freund gefunden hat. Viele Wochen vergingen, doch eins hat sich nie geändert: Jürgen besuchte immer noch jeden Tag seinen Bruder, erzählte ihm von seinem Tag, denn Bruderliebe stirbt nie. ENDE
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